
Norderstedts Stadtgeschichte
1970 werden vier Gemeinden zu einer Stadt
Das Stadtwappen zeigt mit seinen Farben deutlich an: Wir gehören zu Schleswig-Holstein. Norderstedt ist mit über 73.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt des nördlichsten Bundeslandes und wächst stetig. Doch mit Augenmaß geplante, streng limitierte Bauvorhaben garantieren, dass jeder Norderstedter innerhalb von zehn Minuten im Grünen ist – ein unschlagbarer Vorteil für Familien und Naturfreunde.
Norderstedt ist zwar eine junge Stadt, fußt aber auf langen und reichen Traditionen der Dorfgemeinschaften Harksheide, Garstedt, Glashütte und Friedrichsgabe. Darauf sind die Norderstedter zu Recht stolz. 1970 schließen sich die vier Gemeinden zu einer Stadt zusammen. Urkundlich erwähnt werden Garstedt und Harksheide bereits im 14. Jahrhundert – in Kämmereirechnungen der Hansestadt Hamburg.
Die direkte Nachbarschaft zu Hamburg spielt für die Stadtentwicklung Norderstedts eine wichtige Rolle. „Ochsenzoll“, „Schmuggelstieg“ sind Straßennamen mit historischem Nachklang. Bis ins 19. Jahrhundert trieben Züchter ihre Ochsen quer durch Harksheide und verzollten die Tiere an der Landesgrenze.
Ein Meilenstein für das Norderstedter Gebiet war der Ausbau der U-Bahn-Linie 1 zur neuen Endstation Ochsenzoll und später Garstedt. Immer mehr Menschen zogen nun ins Grüne, arbeiteten aber weiter in der Großstadt. Inzwischen sind die zweite und dritte Generation dieser Pioniere erwachsen und bezeichnen sich gemeinsam mit den alteingesessenen Familien selbstbewusst als waschechte Norderstedter.
Nach Stadtgründung 1970 entsteht im geografischen Kerngebiet das neue Stadtzentrum mit Verwaltung und angrenzendem Wohngebiet: Norderstedt-Mitte. Bis heute pilgern zahllose Studenten der Architektur und Stadtplanung nach Norderstedt, um das einmalige, mehrfach ausgezeichnete Entwicklungskonzept in Augenschein zu nehmen. Infrastrukturelle Vielfalt und höchster Freizeit- und Erholungswert unter einem Hut.



















